Investitionen in Jugend und Familie
Unterstützung von Familie und Jugend haben sich fast alle Parteien auf ihre Fahnen geschrieben. Schon nach den ersten Sitzungen der neu gewählten Ausschüsse wird klar, dass den Versprechen im Wahlkampf schnell Taten folgen werden.
Mit Hochdruck (und enormen finanziellen Mitteln) wird die von Ursula von der Leyen forcierte Betreuung der unter 3-jährigen beraten und umgesetzt. Das vom Bund hierfür bereitgestellte Geld hilft beim Ausbau der Betreuungsplätze, am Ende bleibt aber vieles noch vor Ort zu finanzieren. Dabei benötigen wir Kindertagesstätten, Krippen und Tagesmütter sowie -väter. Um die Tagespflege attraktiver zu machen, wird auch für diesen Bereich über die Zuschüsse neu nachgedacht werden müssen.
Neben der Kinderbetreuung steht der Schutz der Kinder im Vordergrund einer Vielzahl von Projekten. Wir werden das Kinderschutzgesetz des Landes umsetzen. Unser Ziel bleibt, dass kein Kind Opfer von Gewalt und Vernachlässigung sein darf, und dass bei auftretenden Problemen schnell und konsequent gehandelt wird. Gleichzeitig liegen Vorschläge vor, um noch bessere Hilfs- und Präventionsangebote zu machen. Dabei werden wir über die Verstetigung des Projektes Familienhebammen zu entscheiden haben, mit dem der Deutsche Kinderschutzbund auf den Bedarf an Frühen Hilfen reagiert hat. Dabei kommt es darauf an, sehr früh Hilfsbedarfe zu erkennen sowie Probleme möglichst früh zu lösen. Auch für den Jugendschutz liegt eine umfangreiche Fachplanung vor, die zusätzliche Projekte vorschlägt. Jugendschutz heißt nicht nur die Durchsetzung der gesetzlichen Verbote und Altersgrenze zum Beispiel bei Alkohol- und Zigarettenkonsum. Es geht gleichzeitig um Aufklärung und Prävention, um Jugendliche stark zu machen, sich selber zu schützen.
Die Kreispolitik stellt sich den Herausforderungen. Es gibt sowohl neue Bedürfnisse und Ansprüche, aber auch neue Notwendigkeiten, die gesellschaftlicher Wandel mit sich bringt. Notwendige Verbesserungen müssen aber immer mit solider Finanzierung einhergehen. Deswegen werden wir nicht alles sofort umsetzen können, was sinnvoll und notwendig ist. Wir werden hart miteinander ringen müssen, welche Schritte wir wann gehen können. Letztendlich kann weder der Kreis noch der Staat als ganzes alle Probleme lösen.
Ich habe meinen Wählern beides versprochen: Fortschritte für Familie und Kindern ohne immer weiter an der Schuldenspirale zu Lasten künftiger Generationen zu drehen. Deswegen brauchen wir neben Beharrlichkeit auch Geduld.
Dieser Gastkommentar ist am 16.08.2008 im Stormarner Tageblatt erschienen.











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